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#0818: Top Ten Picks

Es ist Zeit für die monatlichen Top Ten Picks, denn der August ist rum und mit ihm der gefühlt krasseste deutsche Sommer aller Zeiten. Ich hab in diesen schwitzigen vier Wochen viel gute und auch viel schlechte Musik gehört. Da hätte ich es fast verschwitzt, euch meine persönlichen Top Ten Tracks rauszupicken. Um diesen letzten tollen Sommermonat zu würdigen, gibt es jetzt also meine persönlichen Top Ten Picks des Monats für euch. Man könnte auch sagen, hier gibt es die besten 10 Tracks der letzten vier Wochen kompakt für euch zusammengedampft. Jetzt reicht’s dann auch mit den Wortspielen.

Am Ende der Liste gibt es natürliche eine Spotify-Playlist für euch, in die ihr während, oder nach dem lesen reinhören könnt!

10. Kevin Krauter – Suddenly

Mitte des Monats hatte ich eine Album-Review zu seinem neuen Album Toss Up verfasst. Dort hatte ich auch geschrieben, dass Suddenly mein Lieblingstrack ist. Tja, das war er auch einige Zeit, aber in den nächsten Tagen hab ich dann Songs entdeckt, die irgendwie weniger langweilig sind. Nichts für ungut Kevin, aber nach einer gewissen Zeit ist der Track dann auch durch. Mein Platz 10.

9. Mac DeMarco – One Another

Auch wenn der Song nicht neu ist, höre ich ihn immer noch sehr gerne. 10 Sekunden into Mac DeMarco and Chill und mir geht es sofort besser. Der Teilzeit-Hobo weiß halt einfach was er tut. Allein wie der Song schon beginnt: Diese schiefe Bassline die dann in den genauso schiefen A-Teil des Songs reinstolpert. Im Refrain macht er dat Ding dann doch wieder rund und alle sind happy. Mac DeMarco geht einfach immer. Ich werde übrigens bald eine Künstlerbio über ihn veröffentlichen, denn mich hat die Person hiner der Zahnlücke interessiert. Stay tuned! Mein persönliches Highlight des Songs sind die Christmas-Shaker ab 2:29 bis Ende des Liedes. Schöne Nummer. Schön, toll.

8. The Blank Tapes – Early Birdy

Beim durchhören von The Blank Tapes dachte ich zuerst, dass das eine von den Eltern finanzierte, mittelmäßige Musik produzierende Spaßveranstaltung sei – bis ich auf dieses Lied stieß. Ich denke zwar immer noch, dass das ganze Projekt eher mittelmäßig ist, aber zumindest ist der Song gut. Mir gefällt dieser Smooth Operator-Vibe. Irgendwann kommen dann noch so Straßenfest-Percussions (dieser Frosch mit dem Kamm, wo man dann mit einem Stock drüberstreicht) und Tiergeräusche dazu. Zu dem Lied kann man gut aufstehen, oder eben auch liegen bleiben 😉 Richtig witzig finde ich diese kurze Passage ab 00:54, wo er doo-doo singt und dann so ein trotteliges Lachen als Antwort zu hören ist. Ho-ho-hohaha. Meine Top Ten Picks Nummer 8.

7. Nilüfer Yanya – Golden Cage

Nilüfer Yanya war bei mir eigentlich unter sensible Singer/Songwriterin abgespeichert, bis ich über dieses Lied gestolpert bin. Gesanglich immer noch fragil, aber viel cooler irgendwie. Als hätte sie sich eine Fischermütze aufgesetzt und würde jetzt in einem ausschließlich in schwarz-weißen fotografiertem Brooklyn leben. Der Beat ist auf alle Fälle sehr tight und dope. Das sagt man doch so in dem Genre, oder? Dope. Witzig. Naja, auf alle Fälle feier ich den Track für den Groove, die Bläserfraktion (wenn du jetzt gelacht hast bist du extrem unreif, hihi) und den Gesang. Auf alle Fälle eine Künstlerin, die man sich merken kann!

6. Wanda – Columbo

Auch nicht der neueste Song, trotzdem hoch gelobt von mir. Den Ösi-Dialekt finde ich super witzig, ich verstehe zwar nur die Hälfte, aber Musik ist ja bekanntlich die Sprache des Universums, deswegen ist der Text eher zweitrangig. Deep. Spaß beiseite, Wanda sind extrem begabte Musiker und sympathische Menschen, die ich persönlich sehr schätze. Die Songs sind meistens sehr simpel gehalten: Zwei oder drei Strophen, die dann mit kleinen Variationen den Song durch wiederholt werden. Dazu ein kleines Solo. Die Drums sind ein geloopter 4/4-Takt. Fertig ist der Wanda-Song. Nicht falsch verstehen: Simpel ist gut – Es braucht keine ausgefeilten Chordprogressions oder ähnlichen Ego-Shit, ganz im Gegenteil, genau für diese Simplizität feiere ich Wanda.

Columbo ist mein Lieblingstrack, weil er mich irgendwie melancholisch macht. So ein die-gute-alte-Zeit-Feeling. Alles ist vergänglich. Marco Wanda hat in einem Interview mal gesagt, dass er nicht sagen will, wovon die Lieder handeln, weil sie für jeden etwas anderes bedeuten sollen. Deswegen lasse ich das einfach so stehen, für mich bedeutet der Song eben das. Amen. Columbo ist deshalb unter meinen Top Ten Picks auf Platz 6 🙂

5. Parcels – Older

Die Parcels aus Australien sind an Coolness einfach nicht zu übertreffen. Wer nicht versteht was ich meine, kann sich gerne den Mitschnitt auf Arte-Concert reinziehen (eines der besten Fernseh-Formate was es noch gibt). Parcels zeigen sich einfach genau so wie sie sind. Sie probieren nicht mehr zu sein, als sie sind (im Vergleich zu Lays Chipstüten #ifyouknowwhatimean). Und das macht sie so authentisch cool. Die sind WIRKLICH cool, ich glaube ich habe meinen Punkt nun klar gemacht. Older ist diesen Monat auf Platz fünf, weil ich das Gitarrenriff und den mehrstimmigen Gesang im Refrain so geil finde. Außerdem finde ich diese trotteligen Drums und den Instrumental-Teil nach dem B-Teil so geil. Für die Unbegabten: der geht bei 2:29 los (das mit dem unbegabt war nicht ernst gemeint 😉

4. Haute – Shut Me Down

Von meinem besten Freund gezeigt bekommen und für sehr gut erachtet. Klingt irgendwie sehr britisch, kommt aber tatsächlich aus Frankreich. Den Accént hört man aber überraschenderweise bei den zwei Franzosen gar nicht heraus. Gut, warum ist der Song meine Nummer 4? Trés facile: Schön ausgetüfteltes Beat-Konstrukt, butterweiche-weibliche Vocals *dahinschmelz* und genug Mitnick-Passagen. Lässt das Leben beim hören irgendwie cooler an einem vorbeiziehen als sonst. Verdiente Nummer 4 in den Top Ten Picks.

3. Long Tall Jefferson – Stay a Little Longer

Long Tall Jefferson ist für mich ein sehr interessanter Musiker, über den ich bereits geschrieben habe. Im September erscheint sein zweites Album raus und ich bin sehr gespannt, wie er die Zeit seit seinem Debüt genutzt hat. Was mich an ihm fasziniert ist irgendwie seine junge, aber gleichzeitig auch alte Art. Vielleicht ist es auch nur die Schweizer Art. Im Jahr 2018 wo jeder Lappen mit Laptop sich Musiker nennen kann, zieht dieser Dude mit Schnauzer und Topf-Frisur nur mit einer Gitarre um die Welt und produziert ein komplettes Album mit einem Vier-Band-Kassettenrecorder.

Sehr erfrischend, wenn jemand diesen analogen Ansatz (Alliteration, #nice) wirklich so konsequent durchzieht. Stay A Little Longer mach gute Stimmung und ist genau das, was ich mir unter dem nächsten logischen Schritt vorgestellt habe!

2. Mura Masa – Complicated (feat. Nao)

Das erste Lied was ich von Mura Masa gehört habe, war Love$ick. Ich habe es mir angehört und geistig mit dem Bullshit-Hashtag versehen. Weggeklickt. Vergessen. Irgendwas an dem Track muss mir dann aber doch gefallen haben, denn mir ist die Melodie einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Nagut, nochmal angehört – und für grandios befunden (Menschen können ihre Meinung ändern #sorrynotsorry). Seitdem bin ich treuer Mura Masa-Fanboy und nicke alles von ihm ab. So auch seine neue Single Complicated, auf der er Nao featured.

Die beiden hatten schon mal was (musikalisch) – der Song hieß Firefly. War auch nice. An Complicated gefällt mir besonders der Refrain, die verschobenen Claps und der schnelle Synthie im Refrain. Auch das unverständliche Gebrabbel nach dem Refrain macht den Song spannend.

Meine Frage an euch: Singt sie bo-bo-bo-boy oder einfach nur bo-bo-bo-ich-bin-unkreativ-hab-aber-schon-nen-vertrag-unterschrieben-bo-bo?

1. Tristan Brusch – Hier kommt euer bester Freund

Dieses Lied kam wie aus dem Nichts. Mir wurde der Song vor ein paar Tagen in meinem Mix der Woche vorgeschlagen und ich war ab der ersten Sekunde total dabei. Flotter Indie, catchy Melodie, weirde Lyrics, die aber irgendwie gleichzeitig voll on Point sind. So viele kleine Momente, die den Song einfach einzigartig machen: Wütende Geräusche, unvorhersehbares Geschrei, das Lachen am Ende. OMG. Mein persönliches Highlight ist bei 1:54, da klingt es nämlich so, als würde Haftbefehl kurz den Gesang übernehmen. Der Song läuft bei mir seit vier Tagen in Dauerschleife, das  ist mir wirklich lange nicht mehr passiert, dass mich ein Song so mitgenommen hat. Einfach ein authentisches Brett. Echt. Alles passt perfekt zusammen. So viel Energie. Mein absoluter Fave-Track für den August.

Das waren sie auch schon: Meine Top Ten Picks für den August! Was lief denn so bei euch rauf und runter? Bin gespannt auf eure Antworten 😉

P.S: Wie oben versprochen, hier nun die Spotify-Liste:

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