Sezou im Interview zu ihrer neuen Single “Passion”

Sezou, Passion, Pickymagazine

Picky Sofia und Sezou verbindet eine gemeinsame Vergangenheit in der Schulbigband. Schon damals galt die Hamburger Newcomerin als großes Talent. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich Sezou dazu entschieden, hat weiterhin Musik zu machen. Im Interview erzählt sie uns mehr über ihre musikalischen Einflüsse und weshalb ihr ihre neue Single Passion so sehr am Herzen liegt. Zudem feiert das Musikvideo hier im Pickymag exklusive Premiere!

picky Sofia: Hey Sezou, wie geht’s dir? Bist du schon aufgeregt, weil deine Single Passion rauskommt?

Sezou: Auf jeden Fall! So ein Release ist für mich immer viel aufregender als ein Geburtstag oder so (lacht). Ich will endlich wissen, wie die Leute den neuen Song finden.

picky Sofia: Kann ich mir gut vorstellen. Wie hast du eigentlich die Resonanz auf deine vorherige Single Feeling free erlebt, wo wir gerade bei Feedback von Hörer*innen sind?

Sezou: Das war total schön. Mir haben teilweise Leute geschrieben, dass sie den Song sehr emowernd aber auch entspannend fanden – das hat mich sehr gefreut. Am Ende des Tages machst du ja auch Musik, um bei den Leuten damit etwas auszulösen. Es freut mich, dass ich das mit Feeling free geschafft habe. Ich will, dass meine Musik eine Wirkung hinterlässt.

picky Sofia: Bevor Feeling free rauskam, hast du deine Single Tide noch unter deinem Klarnamen als SEZEN veröffentlicht. Wieso hast du dich dazu entschlossen, jetzt unter dem Namen Sezou Mukke zu machen?

Sezou: Ich habe das letzte Jahr viel Zeit damit verbracht, mich zu finden. Im Grunde genommen mache ich seit klein auf Musik und habe schon sehr früh sehr viele unterschiedliche Genres konsumiert. Das ging zum Beispiel von Jazz über R’n’B und Neo-Soul bis hin zu Pop und auch türkischer Musik. Aber dann bin ich für mich selbst an dem Punkt angelangt, wo ich mir dachte: Okay, in welche Richtung soll aber meine Musik gehen? Dadurch, dass ich in meinem Kopf meinen richtigen Namen Sezen immer mit der türkischen Pop-Sängerin Sezen Aksu assoziiert habe, wollte ich einen neuen Namen, mit dem ich mich von dieser Verknüpfung abgrenzen kann.

picky Sofia: Und in welche Richtung geht deine Musik?

Sezou: Für mich ist es an der Stelle wichtig zu sagen, dass ich mich nicht auf ein Genre beschränken möchte. Sicherlich würde man sagen, dass ich R’n’B mache, wenn man das eingrenzen müsste, aber ich bin auch bereit, alles andere auszuprobieren. Momentan singe ich zum Beispiel auch nur auf Englisch, aber würde nie gänzlich ausschließen, Deutsch oder Türkisch auch mal zu versuchen. Ich möchte mich selbst einfach nicht dahingehend einschränken. Ich fänd’s super, wenn Leute meine Songs hören und sagen, dass es nach mir klingt. So ein Wiedererkennungswert kann auch genreunabhängig sein.

picky Sofia: Wer waren und sind denn trotzdem musikalische Inspirationen für dich?

Sezou: Ich liebe zum Beispiel Jorja Smith und Mahalia. Tom Misch, Khalid und Mac Miller fand ich auch schon immer total krass.

picky Sofia: Ich lieb Tom Misch auch!

Sezou: Das sind auf jeden Fall eine Reihe von Leuten, von denen ich mich immer inspiriert gefühlt habe. Aber auch so richtige Soul-Voices, wie Adele und Beyoncé. Gerade im Hinblick auf Belting habe ich mir von denen super viel abgeguckt und gelernt.

– kurze Lesepause –  Zieh dir hier doch mal Sezous Video zu Passion rein:

picky Sofia: Kommen wir zu deiner neuen Single Passion. Auf dem Song sagst du: ‘’I am not gonna lose my soul, lose my vibe, lose my style, my spirit for these lines”. Warum ist es dir so wichtig zu betonen, dass deine Musik authentisch ist?

Sezou: Jeder hat seine eigene Leidenschaft, keine Frage. Meine ist definitiv die Musik. Leider gab und gibt es aber auch immer Leute in meinem Umfeld, die damit irgendwie nicht so klarkommen, wenn ich sage: Ich mache jetzt Mukke! Man kriegt definitiv Kommentare ab, bei denen man merkt, dass die Person jetzt ein Problem damit hat, dass ich mit meiner Musik im Spotlight stehen möchte. Mir ist es wichtig gewesen, mich mit diesen Versen selbst daran zu erinnern, dass es komplett egal ist, wer was dazu sagt. Niemals solltest du das, was du tust, für irgendjemanden verlieren oder verändern. Mir haben so viele Leute gesagt, dass es doch viel besser für mich sei, auf Deutsch zu singen. So nach dem Motto: Mit Englisch hast du doch eh keinen Erfolg. Natürlich macht man sich dann über so was Gedanken und überlegt, ob die Person damit Recht haben könnte, aber im Endeffekt bringt es mir absolut nichts, wenn ich es nicht fühle! Nur weil ich theoretisch mit etwas anderem mehr Erfolg haben könnte, heißt das nicht, dass ich automatisch auch glücklicher wäre. Ich find’s einfach wichtig, dass man im Leben tut, was man liebt. Immer dieses „Uhhhhh du machst jetzt Musik?? Ist das überhaupt zukunftssicher“-Gerede wird mich auch nicht davon überzeugen, BWL zu studieren, nur weil es sicherer ist. Diese Gedanken haben auf jeden Fall zu diesen Zeilen geführt.

picky Sofia: Der Song ist ja eine Art Liebeserklärung von dir an die Musik. Was gibt dir Musik denn, oder speziell dieser Song?

Sezou: Passion zeigt mir, wofür ich das alles mache. Und zwar vor allem für mich! Deswegen bin ich auch als kleines Kind auf dem Cover zu sehen. Damit wollte ich zeigen, dass Musik das ist, womit ich großgeworden bin und mich immer in allen Lebenssituationen begleitet hat und in Zukunft auch begleiten wird. Musik war für mich das Einzige, was immer präsent da war. Ich schreibe meine Songs immer aus meinen Emotionen oder einer Erfahrung heraus. Und weil mir die Musik so viel gibt, wollte ich mit diesem Song der Musik mal etwas zurückgeben.

“Und weil mir die Musik so viel gibt, wollte ich mit diesem Song der Musik mal etwas zurückgeben.”

picky Sofia: Was erhoffst du dir vom Song?

Sezou: Ich möchte, dass Passion viele Leute erreicht. Ich erhoffe mir, dass wenn meine Musik an mehr Leute heran gerät auch mehr Menschen die Messages von den Songs reflektieren und ihre eigenen Geschichten damit verbinden und reininterpretieren.

picky Sofia: Am Ende von jedem Pickymagazine-Interview gibt’s einen Blank Space, wo du loswerden kannst, was auch immer du willst.

Sezou: Es gibt jetzt so vieles, was man sagen könnte…

picky Sofia: Das sagen immer alle Interviewten vorher!

Sezou: Ist auch echt schwierig (lacht). Es klingt zwar kitschig, aber ist wichtig: Kenne deinen Wert und liebe dich selbst!

picky Sofia: Sehr schön! Ich fand das ein sehr inspirierendes Gespräch, danke dir.

Sezou: Danke zurück!

Hier könnt ihr euch Passion von Sezou anhören:

picky Sofia

Hey, was geht denn ab? Ich bin Sofia und schreibe fürs Pickymag über deine künftigen Lieblingsbands. Indie ist der Vibe meines Lebens, darum bin ich hier. #TeamPicky