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Night Orchestra liefern ihr erstes Musikvideo – und Pizza

Night Orchestra aus Paderborn waren ursprünglich zu zweit, inzwischen sind es fünf Leute geworden. Der Bandsound kommt eben nur mit einer Band zur Stande. Und selten gibt es Bandnamen, die so gut zum Sound passen, wie es bei Night Orchestra der Fall ist. No Signal, die erste Single der Band mit Musikvideo, ist kein Song für einen strahlenden Sommertag am Strand. Es ist ein Song für eine Fahrt im Auto bei Nacht oder höchstens einen Spaziergang unter grauen Wolken. Das klingt erstmal nicht besonders spannend, aber Night Orchestra schaffen es, mit No Signal genau die Melancholie zu treffen, die einem das Gefühl geben, selbst Teil eines Musikvideos oder Indie-Films zu sein.

How to indie

Apropos Indie: hätten Night Orchestra das Klischee eines Indie-Musikvideos erfüllen wollen, hätten sie nur noch einen krasseren Blaufilter drüber machen müssen. Der Sänger nimmt die Hauptrolle ein, in der er vor allem Auto fährt. Er raucht dabei, streicht sich durch die Haare, wirkt nachdenklich und eher traurig oder zumindest resigniert. Ab und zu wird zu einer jungen Frau geschnitten, mit der er telefoniert. Sie scheinen zu streiten. Sehen wir hier eine Beziehung am Ende? Zwischendurch im Refrain wird die ganze Band gezeigt, wie sie den Song spielen. Auch hier sieht man das Genre, selbst wenn man keinen Ton gehört hat. Flanell-Hemden, in die Hose gesteckte Shirts und Schnurrbärte sind deutliche Indie-Katoren (sorry not sorry).

Die Auflösung der Handlung im Musikvideo kommt unerwartet: die Hauptperson bringt der jungen Frau Pizza. Der Bote hat das richtige Haus nicht gefunden, deshalb ruft er an. Ein ungewöhnliches Ende für etwas, was der Höhepunkt einer Till-Schweiger-Romcom hätte sein können. Ungewöhnlich ist in dem Video noch etwas anderes: nämlich die Linkshänder-Gitarre vom Sänger. 

Absolut indie und auf jeden Fall empfehlenswert: Night Orchestra stehen erst am Anfang und werden noch viel von sich hören lassen.

Ihre erste EP June I / June II von 2019 könnt ihr euch hier anhören:

Bilder: Cover (c) Levin Mertelsmann, Gruppenbild (c) Night Orchestra