Ein Schritt ins Dunkle: elkks begibt sich mit „i go alone“ hin zu mythischen Welten

elkks (Alle Bilder im Beitrag: Annika Schilling)

Wohin führt der Weg, der vor einem liegt? Mit „i go alone” kündigt der Künstler elkks eine neue soundliche Richtung und die EP eel” für den 19. Juni an. Darin ergründet er die Untiefen des Gemüts, steigt hinab in Verliese mittelalterlicher Klangkulissen – den ersten Einblick und die Videopremiere zur Single jetzt bei Picky.

In einer ständig den Fortschritt suchenden Welt, welche auch die Musiklandschaft durchzieht, beginnen sich manche Künstler*innen auf eine weit zurückliegende Vergangenheit zu berufen. Bilder und Laute von Folklore, Naturgewalten, rauer Gesang in der Tradition aussterbender Sprachen – insbesondere aus Wales und Irland bewegt sich etwas entgegen des Stroms. Bands wie Milkweed oder ØXN wenden sich dem Mythisches zu und geben ihm ein modernes Gewand. Ein kleines Stück südlicher, in Hamburg, dringen aus dem Zimmer von Erik Hamann aka elkks ähnliche Töne. Die Inspirationen kommen hier aber nicht nur aus einer Ecke: Seine bald erscheinende EP „eel”, in intimem Rahmen aufgenommen, vernetzt Elektronik mit akustischen Gitarrensounds und Black Metal, enthält Geschichten, die gleichzeitg nahbar und wie aus fernen Zeiten wirken.

Einen Eindruck dieser Songansammlung bietet die gerade erschienene Single „i go alone”. Die Ursprünge im Indie-Folk sind noch zu spüren, und doch läuft elkks nun entlang einer reduzierten Klangkulisse, die Stimme darin erzählt fast flüsternd von einem Heimweg, der langwierig werden wird. Gezeichnet vom Vergangenen schleppt sich das Ich durch Geäst, geschwächt und doch bestimmt. Das dazugehörige Musikvideo zeigt den Künstler dabei, wie er allein durch den Wald streift – die Natur ist kahl von den Wintermonaten, verschneite Berge stehen still im Hintergrund. Es scheint die Ruhe nach dem Sturm zu sein, so spiegelt es sich auch im Text.

„after chaotic glow / there’s some relief in letting go
like a long, back breaking walk / but one that’s heading home
i go alone / until i don’t“

i go alone – elkks

Immer wieder hält die Kamera dabei auf den Eingang eines aus Steinen geformten Tunnels, in dessen Schwärze nichts zu erkennen ist. Schlussendlich bewegt sich eine Gestalt direkt in jenes Nichts und seine Konturen verschwimmen mit der Finsternis, dem Ungewissen. Denn „i go alone” bildet erst den Anfang von dem, was die EP eel” noch zu erzählen hat – vielleicht führt der dunkle Pfad zu einem Ort, den es nächsten Monat in all seinen Facetten soundlich zu erkunden gilt. Aber jetzt begebt euch doch gern schonmal ein Stück hinein:

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