bangerfabrique (Foto: Laura Czyzewski)
Es ist mal wieder soweit: Der 8. März steht vor der Tür. Und was bedeutet das? Richtig! Es ist wieder feministischer Kampftag – doch nicht nur heute, sondern an allen Tagen im Jahr.
Wer mehr darüber erfahren möchte, was der feministische Kampftag bedeutet, wie er entstanden ist und warum er so wichtig ist, sollte unbedingt mal beim Missy Magazine vorbeischauen – big shoutout an dieser Stelle! Dort wird alles rund um den feministischen Kampftag und darüber hinaus erklärt. Glaubt mir: Reinlesen lohnt sich definitiv.
Die nächsten paar Zeilen werden jetzt direkt etwas persönlicher. Der feministische Kampftag ist meiner Meinung nach für jede*n etwas ganz Eigenes und alle zelebrieren und empfinden ihn anders – und das ist auch genau richtig so!
In mir staut sich seit einiger Zeit ziemlich viel Wut auf.
Wut auf das Patriarchat und seine Strukturen. Wut auf Männer. Wut auf Unterdrückung. Wut auf Macker. Wut auf Vernachlässigung. Wut auf Gewalt. Wut auf Femizide und auf noch so vieles mehr.
Meine letzten Wochen waren immer wieder geprägt von Situationen, in denen ich mich ehrlich gesagt aufgrund meines Geschlechts unterdrückt gefühlt habe. Es sind so viele, ich kann sie gar nicht alle aufzählen. Aber ich bin frustriert von den meisten dieser Momente.
Man fühlt sich oft so machtlos und allein. Und danach kommt ganz oft Wut, mit der man dann nicht so recht weiß, wohin. Weil sie einem über viele Jahre hinweg abtrainiert wurde. Doch damit muss irgendwann Schluss sein, oder man muss lernen, ein Ventil für diese Wut zu finden. Das kann für jede*n von uns individuell ganz anders aussehen.
Heute, am 08. März, ist ein Tag zum wütend sein. Zum Wut rauslassen. Zum Emotionen freien Lauf lassen, ohne direkt alle Bedürfnisse der Menschen um sich herum erfüllen zu müssen. Ein Tag, um auch mal etwas für sich selbst zu tun. Zum Reden mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen – und vor allem: zum Laut sein.
Mein Ventil ist in dem Fall ganz oft Musik. Die von mir zusammengestellte Playlist ist perfekt für heute und für alle anderen Tage im Jahr. Für Momente, in denen du das Gefühl hast, dem Patriarchat oder irgendeinem Mann eins reindrücken zu wollen. Wenn du dich unsicher fühlst. Wenn du einen kleinen Schubser brauchst, um dich diese eine Sache endlich zu trauen oder endlich mal laut zu sein.
Du kannst das. Ich glaub dran. Tust du’s auch?
Mit diesen Worten wünsche ich allen, die ihn zelebrieren, einen kraftvollen Kampftag. Geht raus auf die Straßen, seid laut – für euch und für alle, die es nicht können.
Jin, Jiyan, Azadî!
Nur bitte nicht zu mühsam, lieber leise und bequem
Es darf keinen überfordern, aber gerne geil ausseh’n
Komm, fick das Patriarchat!
Blond – Girl Boss
