Picky goes c/o pop 2026: Das solltet ihr auf dem Festival in Köln-Ehrenfeld nicht verpassen! 

Alle Fotos im Beitrag sind auf der c/o pop 2025 entstanden (Credits: Celine De Groot).

Es gibt diese Tage, an denen sich alles ein bisschen leichter anfühlt. Die c/o pop gehört ziemlich sicher zu genau diesen Tagen. Ein Festival, das man nicht nur besucht, sondern Teil davon wird. Auf das man sich Wochen vorher freut, weil man weiß: Am Ende geht man mit neuen Lieblingsacts, mindestens einer existenziellen Erkenntnis und ziemlich sicher auch einer leicht verkaterten Stimme nach Hause. Vom 15. bis 19. April wird Köln-Ehrenfeld wieder zum Epizentrum für alles, was Popkultur gerade spannend macht.

Konzerte, Talks, Sessions, wilde Ideen und diese ganz spezielle Mischung aus Szene-Treff und Sommer-vor-dem-Sommer-Gefühl. Die c/o pop ist kein Festival, das nur abbildet, was eh schon groß ist – sondern eins, das zeigt, was gerade passiert und was als nächstes kommt. Oder anders gesagt: Wer hier spielt, wird noch öfter auf Bühnen stehen. 

Wir haben uns einmal quer durchs Programm durchgeklickt und chronologisch unsere Picky-Picks für euch gesammelt – von emotionalen Live-Momenten bis zu Aktivitäten, bei denen ihr vielleicht Dinge über euch selbst herausfindet, die ihr so nicht geplant hattet. Und Spoiler: Nicht nur unsere Picks sind tolle Artists, es lohnt sich also auch selbst nochmal einen Blick ins Line-Up zu werfen und vielleicht ja seinen neuen Lieblingsact zu finden. Wir sehen uns dann also vor Ort!

Mittwoch, 15.04. – Opening mit Main-Character-Energy

Der Startschuss fällt dieses Jahr mit einer Künstlerin, die eigentlich schon ein eigenes Genre ist: 

Fuffifufzich @Schauspiel Köln

Wer schon mal in ihrer Welt war, weiß: Hier geht’s nicht nur um Musik, sondern um Inszenierung, Haltung und diese ganz eigene deutsch-englische Lovespeech, die gleichzeitig ironisch und maximal ehrlich ist.

Dass sie die Opening Show spielt, fühlt sich fast logisch an, schließlich steht die c/o pop seit 2004 wie kaum ein anderes Festival dafür, Artists beim Wachsen zuzusehen. 2023 noch im normalen Line-up, jetzt als Opening-Act. Euch erwartet Heartbreakerei, 90s-Synth-Vibes und mindestens einen Main-Character-Moment – aber vermutlich auch mehr. 

Durchs Programm führt dieses Jahr übrigens Frau Gretel – und ganz ehrlich, bessere Begleitung geht ja kaum. Mit ihrem trockenem Humor und ehrlichem Storytelling schafft sie genau das, was dieses Festival ausmacht: Unterhaltung mit Substanz.

Donnerstag, 16.04. – Zwischen dem erstem Podcast und ersten Lieblingssongs

Der Donnerstag fühlt sich ein bisschen an wie: Alles ist möglich. 

Kickflip-Challenge @Pattenhalle Innenhof

Wer sich diesen Sommer wie in einer 2000er Rom-Com fühlen will, sollte hier unter Anleitung der Skateboard Akademie Köln seine ersten Skate-Versuche starten. Keine Angst, niemand judged – außer vielleicht du dich selbst. 

Meinung am Mikro @Pattenhalle Innenhof

Ja, ja, noch ein Podcast … Aber seien wir ehrlich: Wir hören sie doch alle. Und hier könnt ihr selbst mal hinterm Mikro stehen, diskutieren, widersprechen, überzeugen. Vielleicht nicht direkt der nächste große Spotify-Deal – aber ein ziemlich guter Reality-Check.

Paula Engels @Club Bahnhof Ehrenfeld

„Mittelfinger an die Welt, ich mach das für mich“ – selten hat sich ein Satz so gut angefühlt, laut mitzugrölen. Glaubt uns: Den hören, sobald sich die Sonne sich auch nur ansatzweise zeigt, kommt sehr böse … Die junge Newcomerin hat erst vor wenigen Monaten ihr Debütalbum herausgebracht. Ihre Songs sind roh, ehrlich und treffen genau da, wo man manchmal lieber nicht hinschaut. Perfekt für alle, die ihre Gefühle nicht nur fühlen, sondern auch teilen wollen. 

lovehead @Club Bahnhof Ehrenfeld

Unbeschwerter Indie-Rock, der einfach Spaß macht – ohne dabei belanglos zu sein. Wir haben die drei Freundinnen aus Wien schon kurz nach ihrer ersten Single gesprochen und sagen jetzt einfach mal: Wenn ihr später flexen wollt, dass ihr sie „schon ganz früh“ gesehen habt – das hier ist eure Chance.

Levin Liam @Live Music Hall

Für viele ist es das (!) Highlight. Wer einmal reingehört hat, weiß, dass das kein leeres Versprechen ist. Allein diese Stimme – damn. Zwischen Hip-Hop, Soul und dieser ganz eigenen Melancholie erzählt Levin Liam von Erfolg, Entfremdung und der Frage, wie viel man eigentlich von sich selbst behalten kann, wenn plötzlich alle zuhören. Und wer uns nicht glaubt: Erst vor kurzem hat die c/o pop ihn neben anderen tollen Artists zu einem Konzert in der Philharmonie Essen eingeladen – aber schaut doch einfach selbst, wie sehr das gefetzt hat.

Freitag, 17.04. – Haltung, Heimat und ein bisschen Chaos

Freitag ist der Tag für alles, was ein bisschen lauter ist – musikalisch und inhaltlich.

ildikó @Helios37

Mittels Rap, Ironie und Feminismus zerlegt sie Rollenbilder und baut sich ihre eigenen wieder zusammen. Wer Lust hat, Wut mal produktiv zu fühlen (und vielleicht kollektiv rauszuschreien), ist hier genau richtig.

Zoo/Flora @artheater Basement

Wer die komplette Köln-Dröhnung haben will, sollte sich die Band Zoo/Flora geben. Mit einer Mischung aus Punk, Pop und dieser speziellen Ästhetik aus Dreck und Romantik liefern sie genau das, was man sich von einer local Band wünscht: Haltung, Energie und Songs, die hängen bleiben. Wir persönlich haben sie schon etwas länger auf dem Schirm und auch schon mal in unserer New-Release-Playlist prominent platziert. Und ihr solltet sie auch auf dem Schirm haben (und ach ja, hört in die Playlist doch mal rein)

MAIKA @Bumann & Sohn

Für alle, die sich gern ein bisschen verlieren, sollte MAIKA auschecken: Synths, Emotionen und eine Stimme, die sich irgendwo zwischen zart und komplett überwältigend bewegt.

Ebow @Live Music Hall

Politisch, persönlich und absolut notwendig. Mit ihren Y2K-Sounds, Rap und queeren Love Songs erinnert sie daran, dass Pop immer auch Haltung ist – und dass Liebe vielleicht gerade jetzt die radikalste Form davon ist.

Und wenn ihr danach noch Energie habt:

Forever Fresh – Ü70 DJ Kollektiv @Bürgerzentrum Ehrenfeld

Schon letztes Jahr ein Highlight, dieses Jahr zum Glück wieder da: Frauen 70+, die DJ-Kultur neu denken – und damit ein ganz klares Statement setzen. So wird älter werden plötzlich doch wieder okay …

Samstag, 18.04. – Alles gleichzeitig, alles ein bisschen zu viel (im besten Sinne)

Samstag auf der c/o pop ist ein bisschen wie: Du wolltest nur kurz raus und zehn Stunden später bist du immer noch da. 

Date On Stage @artheater

Wer Bock auf hot girl/boy summer hat, aber hinge, tinder – you name it – satt hat, kann ja mal sein Glück im artheater Saal probieren. Und das sogar zusammen mit Reality-TV-Star und Podcasterin Stella Stegmann – was kann also noch schief gehen? 

Festival Confessions auf dem Dixiklo @Venloer Straße

Von Dixiklos würden wir euch eigentlich abraten,aber hier machen wir mal eine Ausnahme: Dieser „Beichtstuhl“ ist genau der Moment Ruhe, den man zwischen all dem Trubel manchmal braucht.

Karaoke Open Air @Venloer Straße

Braucht eigentlich keine Erklärung. Karaoke geht immer. 

COSMO DJ Stage @Venloer Straße

Für die, die noch mehr abzappeln wollen als ohnehin schon, ist die COSMO DJ Stage auch dieses Jahr wieder am Start. Samstag: afrokaribische Sounds und Amapiano, Sonntag dann Nachbarschafts-Fiesta.

Und hier noch unsere Konzert Picks am Festival-Samstag: 

Shelly Coral @Bürgerzentrum Ehrenfeld

Wer Bock auf hallende Gitarren, hohe Synths und die genau richtige Mischung aus Nähe und Weite hat – und das auf einen Samstagnachmittag –, ist bei Shelly Coral genau richtig.

Bruno Kawelke @artheater

Um nochmal bisschen Lokalpatriotismus zu romantisieren: Der Kölner Musiker Bruno Kawelke wird eine Atmosphäre nach Ehrenfeld bringen, die noch ziemlich nachhallen wird. Wer es sich abwarten kann oder noch ein weiteres starkes Argument braucht, wir waren letztes Jahr aus gutem Grund bei einem seiner Konzerte dabei.

Philine Sonny @Club Bahnhof Ehrenfeld

Ganz große Empfehlung! Ihr Debütalbum „Virgin Lake“ ist eine Reise durch Selbstfindung, Verlust und Hoffnung, was sich live vermutlich noch intensiver anfühlt, wie es jetzt schon klingt. Und ihr könnt eine der ersten Personen sein, die es live erleben werden! Vielleicht hat Team Picky sie ja auch letztens für ein paar Stunden begleitet und mit ihr über das Album gequatscht, aber dazu bald mehr! 

Sonntag, 19.04. – Die Tage ausklingen lassen, aber richtig

Der Sonntag gehört denen, die noch nicht gehen wollen – und dafür braucht es an diesem Tag nicht mal ein Ticket. Es lohnt sich also, auch am Sonntag die Venloer Straße noch ein letztes Mal (zumindest spätestens bis zum nächsten Jahr, versteht sich) unsicher zu machen. Überraschungskonzerte soll es auf dem Straßenfest am Samstag und/ oder Sonntag übrigens auch geben. Und wem nicht so nach Überraschungen ist, kann unter anderem diese Artists for free erleben: 

SOFTPOWER @Open Air Stage

Zwischen Sehnsucht, Chaos und ganz viel Gefühl. Musik, die sich anfühlt wie: zusammen rumhängen, reden und dabei vielleicht ein bisschen zu ehrlich werden.

taal @Red Stage

Queerer Indie voller Melancholie und Euphorie. Auch noch ganz frisch am Start, aber jetzt schon einer dieser Acts, bei denen man weiß: Die werden einem noch öfter begegnen.

Und jetzt mal ehrlich: Warum überlegt ihr noch? Tickets gibt’s noch – und wir sagen’s, wie es ist: Es wäre ein bisschen schade, wenn ihr das verpasst (auch wir hätten dann FOMO …)

Hier könnt ihr euch noch fix Tickets schnappen:

Und wer es gar nicht abwarten kann, unsere Picks live zu erleben, kann sich in der Zwischenzeit schon mal mit der passenden Playlist über Wasser halten: 

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