Tastycool schließen Freundschaft mit Essenstüte

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Tastycool aus Frankreich haben vor Kurzem ihre neue Single Doggy Bag veröffentlicht. Wer hier eine philosophische Erläuterung des Songs erwartet, den… ach, ihr müsst den Artikel lesen, um es zu verstehen! 😀

Und, wen habe ich mit der geheimnisvollen Überschrift und der noch rätselhafteren Einleitung getriggert? Ich kann dich an dieser Stelle nur zum Weiterlesen beglückwünschen, denn was ich dir heute vorstelle, wirst du so schnell nicht aus dem Kopf bekommen. I promise!

Das Duo Tastycool besteht aus den beiden Knallköpfen Tom Meyronnin und Victor Barougier, die seit ungefähr einem Jahr am Start sind. Ihr Sound ist ziemlich groovy und reicht von lässigem House über Funk bis hin zu ballernden Elektrobeats – und klingt damit ein bisschen wie Sam Dian.

Ich empfehle hier tatsächlich, sich das unten verlinkte Video zum Song reinzuziehen – das setzt dem Ganzen echt die Krone auf. Am Anfang des Videos sitzen die beiden in einem Restaurant, sind aber satt und wollen deshalb gehen. Da es zu schade wäre, das angefangene Essen wegzuschmeißen, lassen sie es sich einpacken (vorbildlich!) und bekommen… eben eine Doggy Bag. Im Video von Beginn an auf die Details zu achten, lohnt sich übrigens!

Das Objekt der Begierde: die Doggy Bag

Sind wir mal ehrlich, spätestens seit Cast Away kennen wir das doch ALLE: Wir bekommen irgendwo einen Random-Gegenstand in die Hand gedrückt und haben ihn einfach lieb. Ich denke, so ist es Tastycool auch gegangen. Also lassen wir diese Lovestory doch einfach mal beginnen.

Der Song wirft einen sofort ins Geschehen: Walking around with my doggy bag. Das Lied erzählt mir nun all die schönen Dinge, die Tom und Victor mit ihrer neuen Liebe erleben. Währenddessen treffen sich in meinem Ohr feinste House-Beats mit basslastigen Electrorhythmen. Diesen Sound präferiere ich eigentlich nicht so, aber mein Kopf wippt sofort mit. Fehlt nicht mehr viel und ich fange an zu tanzen, und zwar wie Lars Eidinger im Deichkind-Video.

Was möchten Tastycool mir damit sagen?

Ich habe wirklich versucht, einen tieferen Sinn im Text zu finden. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich halt nicht die krasseste Analytikerin bin. Aber ich lehne mich hier einfach mal aus dem Fenster und behaupte, dass dieser Song einfach keinen Sinn hat. Also höchstens, den Zuhörer zum Lachen zu bringen – und das klappt super.

Ich darf Tastycool an dieser Stelle mal auszugsweise zitieren, um meine These ein wenig zu unterstreichen:

I turn off a light, with my doggy bag.
I turn on a light, with my doggy bag.

(…)

I’m riding a horse, with my doggy bag.
I’m hugging your mum, with my doggy bag.

In der Mitte des Songs klingt’s dann zeitweilig etwas entspannter, der Electrobeat wird sanfter und ich kann meine Gesichtsmuskeln kurz entspannen. Im Nachhinein muss ich sagen: Dass ich gedacht habe, dass es das jetzt gewesen ist mit dem Humor und es nun doch tiefsinnig wird (oder ich diesen Tiefsinn halt verstehen werde), war wirklich dumm von mir.

Stattdessen kommt der gewohnte Beat wieder. Und die Aufzählungen der Dinge, die Tastycool mit ihrer Doggy Bag erlebt haben, werden wirr durcheinander gewürfelt. Spätestens bei „hugging a bank, with my doggy bag. Riding your mum, with my doggy bag“ ist es bei mir einfach vorbei. Ich lache. Wirklich. Ich lache. Laut. Während ein Lied läuft. Und ich lache genau deswegen. Eventuell ist mein Humor super plump (ja!) aber besonders in Kombination mit dem Video und dem Beat ist das einfach absolut feierlich.

Ich bin gespannt, was wir in Zukunft noch von Tastycool erwarten können, Doggy Bag lässt mich auf jeden Fall hoffen. Aber nun höre ich auf zu schreiben und lasse dich endlich das Video schauen. Viel Spaß 😀

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picky Jule

Aloha, ich bin Jule und ziemlich picky. Und genau deswegen berichte ich ab sofort mit viel Liebe über die Musik, der ich aktuell verfallen bin. Fasziniert, leidenschaftlich und immer frei raus :) #sendnoods