Mein erster Dreier: Arionce, Tenta & Philemic

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[19:48] Als ich zum gefühlt fünften Mal diese Woche den Catwalk zur Berghain-Kantine entlang schreite, weiß ich noch nicht, was auf mich zukommen wird. Nicht eine, nicht zwei, sondern ganze drei Bands würde ich mir heute Abend anschauen. Auch beim Jacke abgeben und Bier holen, hatte ich noch keinen Plan, dass heute Abend anders werden würde.

[20:12] Die erste Band betritt die Bühne. Es spielen Philemic aus Berlin Tempelhof. Ich weiß nicht, ob Berlin Tempelhof ein eigenes Land ist, aber die Jungs haben ungefähr nach jedem Song erwähnt, dass sie aus Berlin Tempelhof kommen. Also, Philemic aus Berlin Tempelhof also, ist notiert.

Auf alle Fälle fand ich die Band richtig putzig. Einfach und ehrlich eine Gruppe von jungen Musikern, die ihre Musik machen wollen. Wahrscheinlich noch sehr jung, denn das Set war am Anfang ziemlich verhalten und am Ende waren wir vom Energielevel ungefähr da, wo ich gerne angefangen hätte. Halb so wild, wie der dicke Michi! 😉

Kurzes Feedback: Der Keyboarder sieht aus wie Obi-Wan Kenobi, der Drummer ist schwarz und der Sänger hat lange Haare. Außerdem kommen sie aus Berlin Tempelhof. Wovor haben die Angst? Philemic können ruhig richtig aufdrehen und sich so präsentieren wie sie sind! 🙂 Am Ende haben sie ja auch bewiesen, dass das Potenzial und die Skills da sind. Der letzte Track war richtig tanzbar! Ist wohl einfach das selbe wie bei Arionce damals als Vorband von Palace!

Aus Arionce wird Aritwice, ist das die selbe Band von damals?

Ich hatte die drei Freunde von Arionce schon letztes Jahr gesehen und damals kritisiert, dass das Potenzial da ist, die Band aber viel zu verhalten für ihr Niveau ist. Tja, vielleicht hat mein Artikel geholfen, vielleicht haben sie auch nur Traubenzucker vor der Show gezogen, egal was es war, es hat funktioniert! Was ich an dem Abend gesehen habe, war eine komplett andere Band! Genau wie die Leoniden sind Arionce auf die Bühne gekommen und haben direkt mit 100% Energie die Show begonnen und einfach eiskalt das ganze Set über dieses Level gehalten. Ich war wirklich vollkommen erstaunt von dieser krassen Entwicklung in nur so kurzer Zeit.

Außerdem haben sie mit improvisiertem Intro Warrior live gespielt und damit meinen Wunsch erfüllt, weshalb ich bestätigen kann, dass die Single live nochmal richtig knallt, wie eine Flasche Sekt bei Ü40-Weibern im „Mädelsurlaub“. Ich hatte die Single ebenfalls letztes Jahr reviewed und mir eine Live-Performance gewünscht. 

Alle guten Dinge sind drei: Tenta betreten die Bühne

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Arionce machen ordentlich Dampf © Sophia Vogel

[21:56] Da ich eigentlich wegen Tenta da war und diese Band noch nicht gespielt hatte, war ich kurz verunsichert. Spielen die jetzt noch, oder hab ich da was verpasst? Ich hatte nichts verpasst, heute Abend war es wohl einfach Zeit für einen Happy Threesome. 

[22:02] Tenta betreten die Bühne. Was mir sofort auffällt, wir haben hier zwei Bässe am Start und wir befinden uns außerhalb des Metal-Genres. Das wird spannend. 

[Irgendwann mitten in der Nacht] Das Konzert ist vorbei, Tenta haben mich mit ihrer Musik in eine vollkommen andere Dimension mitgenommen. Extrem catchige Basslines, Akkordfolgen und Songstrukturen, gemischt mit einer ziemlich fetzigen Bühnen-Lichtershow haben eine Art Trance-artigen Zustand bei mir und allen anderen verbleibenden Konzertbesuchern erzeugt, sodass wir alle irgendwie die Zeit vergessen haben.

Kurz und schmerzlos das Fazit: Drei extrem starke Bands mit vollkommen unterschiedlichen Stilen, Entwicklungsständen, und Ausrichtungen haben hier einen unvergesslichen Abend veranstaltet. Mein persönlicher Favorit an diesem Abend war Arionce, das hatte wohl auch was mit der Vorgeschichte zu tun. Kleiner Kritikpunkt: Drei Bands mit einem Standard-Länge Set sind vielleicht etwas zu viel. Mir hat es etwas Leid getan für Tenta, aber nach ungefähr drei Stunden Beschallung war meine Aufnahmekapazität einfach erreicht und ich konnte mich nicht mehr ganz auf die Musik konzentrieren. 

Noch ein großes Dankeschön an Sophia Vogel für die tollen Bilder! © Sophia Vogel (www.sophiavogel.de)

picky Tim

Hey du, ich bin Tim und ziemlich picky. Deswegen schreibe ich nur über Musik, die ich selbst sehr gut finde. Ich schreibe oft frech, manchmal auch ernst, aber immer 100% ehrlich. #promise

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