Ma Fleur mit zweischneidigem Sommerhit „Big Dreams“

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Ma Fleur liefert mit seiner Single „Big Dreams“ feinsten Indie-Sound und einen Song, der trotz seines Themas Potential hat, sich schon jetzt zu meinem Sommerhit 2020 zu mausern.

Hinter Ma Fleur verbirgt sich der Singer/Songwriter Tobias Kolle aus Kassel. Die Stadt, die nach Milky Chance und LEA aktuell super viele neue, und talentierte Künstler in die Welt lässt. Ma Fleur ist aber kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2017 und 2018 hat er Singles releast und damit auf sich aufmerksam gemacht.

„Big Dreams“ beginnt mit einem catchy Instrumental, das sich funky aufbaut und durch den ganzen Song zieht. Fetzige E-Gitarren, die mal rockig, dann elektronisch und gleichzeitig auch poppig klingen. Dazu rhythmische Drums, eine tiefe, außergewöhnliche Stimme und ein paar „ohh ohh“s im Background.. Fertig ist ein Hit, den ich wahrscheinlich die nächsten Wochen auf repeat hören werde.

Es klingt für mich nach mit dem Cabrio Richtung Sonnenuntergang fahren, während der Wind die Frisur kaputt macht (fade in: Wendler’s „Egal“). Wenn man einen ziemlich guten Tag beendet und sich schon auf den nächsten freut. Textlich verarbeitet Ma Fleur zwar verletzte Gefühle und Enttäuschung, aber der Sound schreit so nach Neuanfang, dass ich schon aus Prinzip dazu singen und tanzen muss. Der heftige Ohrwurm-Faktor tut da sein Übriges.

I fell so hard I didn’t even feel, feel the pain.
Again I start but now it just don’t feel, feel the same.
Oh, no, no, no.

„Big Dreams“ ist gleichzeitig der erste Song der gleichnamigen Debüt-EP, die Ma Fleur am 04.09.2020 veröffentlichen wird. Und da komme ich nochmal zurück auf die aufstrebende Kasseler Bubble. Bei der EP haben u.a. auch Julian Blumnauer von Mykket Morton, aber auch MOA und Fullax mitgewirkt. Die Kasseler Szene steckt also voll unter einer Decke. Ma Fleur hat mir dazu gesagt: „Wir haben einfach erkannt, dass man weiter kommt, wenn man sich gegenseitig unter die Arme greift“. Relatable, wie ich finde. Musik soll ja verbinden und das tut sie hier wohl par excellence.

Der Song macht jedenfalls richtig Bock auf das, was die EP noch so zu bieten hat. Auch, weil ich ihn aufgrund seiner Produktion (die übrigens in Eigenregie stattgefunden hat) und dem Klang der Stimme nicht unbedingt nach Deutschland gepackt hätte. Hätte man mir gesagt, dass Ma Fleur aus UK o.ä. kommt, ich hätte es wohl geglaubt. Klingt für mich einfach very international. Man darf also gespannt bleiben.

Natürlich hat Ma Fleur zu „Big Dreams“ auch ein Video (mit bewegendem Storytelling) gedreht. Ich finde, das Video spiegelt perfekt die zwei Seiten des Songs wieder, zieht’s euch unbedingt rein:

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picky Jule

Aloha, ich bin Jule und ziemlich picky. Und genau deswegen berichte ich hier mit viel Liebe über die Musik deines zukünftigen Lieblingskünstlers. Fasziniert, leidenschaftlich und immer frei raus :) #sendnoods