Crush-Potential aus Belgien: JARVIN mit „The Middle“

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Wir hören alle täglich viel Musik, manche mehr als andere und manche sogar so viel, dass sie das Bedürfnis haben, im Internet darüber zu schreiben. Letzteres passiert gerade. Bei so viel Musikkonsum ist es manchmal aber auch schwer für einzelne Songs herauszustechen. Bei vielem fehlt einfach manchmal das gewisse Etwas. Deshalb ist Picky immer auf der Suche für euch genau danach. Dem gewissen Etwas. Und wir haben es wieder gefunden. Wir befinden uns am Anfang einer begeisterten Review über die erst dritte offizielle Single der Band JARVIN. Nun fragt ihr euch, zu Recht, wer ist diese Band? Und warum ist der Song so besonders, dass ihr ihn euch anhören solltet? JARVIN ist das das neue Kollektiv rund um den belgischen Produzent Jasper Boeur. JARVIN machen Elektro-Indie-Pop mit Ohrwurm Melodien. Und zu guter Letzt: JARVIN sind fünf cute Jungs aus Belgien, die einfach gute Laune machen.

Ist es Indie, ist es Elektro, ist es Pop?

The Middle eröffnet mit eingespielten Synthies, die stark an einen Stranger Things Vibe erinnern. Es ist nur ein kurzer Part, der für’s Intro des Songs mehrfach wiederholt wird. Das erregt nicht nur meine Aufmerksamkeit, sondern sorgt auch für eine fast schon gruselige Dramatik. Von hier an kann sich der Song wirklich in jede Richtung noch entwickeln und beim ersten Mal Hören hatte ich schon ein bisschen Schiss, ob es jetzt in harten Metal abdriftet. You never know. Aber JARVIN machen es ganz anders. Auch sie nutzen die aufgebaute Spannung, um sie zu entladen, aber nicht mit Metal-Screams sondern einem ganz simplen Elektro-Pop-Beat unterlegt mit einer entspannten Bassline – und ich kann durchatmen. Dazu kommt noch die überraschend schöne und fast schon balsame Stimme des Frontsängers Jasper und ich hab’s gefunden. Das gewisse Etwas.

Im zweiten Teil der Strophe steigt eine weibliche Stimme ein und ich muss sagen, das harmoniert wirklich gut. Sie bleibt auch im Refrain, der eingängig ist (das Pop-Element bleibt erhalten), aber auch so Kleinigkeiten hat, der mein Indie-Herz aufhorchen lässt. Kleine, fast zu überhörende Gitarrentöne spielen sich in die Melodie des Refrains, von der ich den ganzen Tag noch einen Ohrwurm haben sollte. Auch in der zweiten Strophe merkt man, dass JARVIN diesen Song nicht einfach so runtergeschrieben haben, sondern wahrscheinlich ewig an den einzelnen Arrangements gefeilt haben, bis alles miteinander zusammen dieses Endergebnis schafft. Poppige Beat, elektronische Einflüsse, Indie-Gitarren und eine wirklich groovige Bassline (wieso kling ich wie 40 wenn ich das so sage). The Middle hat alles. Inklusive Synthie-Solo am Ende. Deshalb hier meine Aufforderung zum Samstag: Hört euch The Middle von JARVIN und verliebt euch ein bisschen in die fünf – damit ich nicht mehr die einzige bin.

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picky Anna

Hey, ich bin picky Anna und habe hier einen Ort gefunden, über meinen Musikgeschmack zu schreiben. Neue Musik zu entdecken ist eine Leidenschaft von mir und vielleicht auch dir, so we're in for a ride.